17.01.2022

Konservativ sein heißt: Verbinden und nicht trennen!

Ein Thesenpapier des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK) Baden-Württemberg


Die CDU ist eine integrierende Volkspartei mit christlich-sozialen, christlich-liberalen und christlich-konservativen Überzeugungen. Der Konservatismus ist ein zentraler Teil ihres Selbstverständnisses - wenn er auf Werten basiert.

Was charakterisiert einen modernen Konservatismus?

1. Er stellt den Menschen in den Mittelpunkt, nicht Ideologien. Moderner Konservatismus vertritt einen Humanismus, der die Menschen in all ihren Stärken und Schwächen würdigt. Individuelle Unterschiede werden positiv genutzt, nicht grundsätzlich problematisiert.

2. Er hat Mut zum Realismus und geht von dem aus, was sachlich möglich und nötig ist. Nicht an theoretischen Programmen beweist er sich, sondern an klugen Sachlösungen mit Augenmaß.

3. Deshalb organisiert er sich selbst als permanenten Lernprozess über gelingende Lösungen der Vergangenheit und Gegenwart um die Zukunft zu gestalten. Er lernt aus der Geschichte für die Zukunft. Konservatismus ist immer ein auf Entwicklung gerichtetes Lernprogramm.

4. Dabei hat er alle Menschen aus allen Schichten im Blick und alle gesellschaftlichen Bereiche. Er pflegt ein integrierendes und verbindendes Denken – gegen die Extreme, für alle Geschöpfe Gottes.

5. Der glaubwürdige Konservatismus basiert auf Werten und orientiert sich an ihnen immer wieder neu.

6. Deshalb muss er sich auch nicht am politischen Gegner definieren. Konservativ ist nicht nur "anti-progressiv" bzw. "gegen links". Er entwickelt seine politischen Angebote eigenständig und behandelt die Probleme der Gegenwart auf seinen eigenen Grundlagen. In der Union sind das die Grundlagen des christlichen Menschen- und Weltbildes.

7. Der verbindende Konservatismus, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt, hat Mut zur Weiterentwicklung des Eigenen und übernimmt gerade deshalb Verantwortung für die Zukunft.


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