Bibelsprüche in S-Bahnen
Bibelsprüche in S-Bahnen
20.01.2021

PM - Bibelsprüche in S-Bahnen sollen nicht verboten werden!

Die Fraktion DIE LINKE/PIRAT in der Regionalversammlung Stuttgart stört sich an Bibelsprüchen, die vielen Menschen Kraft und Hoffnung geben, niemanden ausgrenzen und relativ klein und unscheinbar an den Fenstern der in der Region Stuttgart verkehrenden S-Bahnen kleben.
Der Evangelische Arbeitskreis der CDU (EAK), Kreisverband Ludwigsburg, setzt sich dafür ein,

dass diese Mut machenden Bibelsprüche nicht verboten werden und weist die Anschuldigungen

der Fraktion entschieden zurück. Die beiden Hauptargumente der Antragsteller liefen laut Jens
Wätjen, Vorsitzender der Gruppe innerhalb der CDU, ins Leere: “Die Bibelsprüche stehen nicht im
Gegensatz zum Verfassungsgebot der weltanschaulichen Neutralität. Auch andere
Religionsgemeinschaften haben die Möglichkeit, in den S-Bahnen für ihre Sache zu werben. Das
Recht auf „negative Religionsfreiheit“, also die Möglichkeit auch ohne oder mit einem anderen
Glauben zu leben, wird dadurch nicht berührt. Wir halten die Diskussion für völlig an den Haaren
herbeigezogen.“
Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg waren 2019 knapp 7 Millionen der insgesamt
mehr als elf Millionen Einwohner Mitglied in einer der beiden Volkskirchen. Dazu kommen noch
viele hunderttausende Christen in Freikirchen oder Gläubige ohne formale Kirchenzugehörigkeit.
Das sind Menschen, denen die ermutigenden Sprüche der Bibel viel Kraft geben, beispielsweise
wenn sie morgens mit der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit sind.
So erklärt auch der Initiator sein Anliegen auf der Website: “Die Plakate sollen auf Jesus Christus
hinweisen und Menschen in ihrem Glauben stärken. Die Arbeit unserer Plakatmission wird
ehrenamtlich geführt und finanziert sich durch Spenden.”
Der christliche Glaube ist nach Ansicht des EAK Ludwigsburg eine wichtige Klammer unserer
Gesellschaft, die zusammenhält und viele verbindet. “Hier sollten die Linken und Atheisten die
Kirche mal im Dorf lassen und über die kleinen Aufkleber hinwegsehen, wenn sie sich dadurch
gestört fühlen,“ so Wätjen weiter. Eine freie Gesellschaft lebe vom Ertragen anderer Sichtweisen.
Schließlich haben Bibelsprüche im öffentlichen Raum eine lange Tradition in unserem Land:
Kirchen bezeichneten früher oft die Ortsmitte und an fast jedem Bauernhaus prangte ein
Segensspruch.

ZUSATZINFORMATIONEN
Nach oben