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04.10.2019, 18:35 Uhr
Pressemitteilung zum Dank und Festgottesdienst zum Nationalfeiertag 03.10.2019
Ein Würdiger Nationalfeiertag 2019
 

Für viele Bürger ist 30 Jahre nach dem friedlichen Mauerfall immer noch die Frage, wie man den, relativ jungen, deutschen Nationalfeiertag angemessen begeht. Während die Schweizer beispielsweise an ihrem Feiertag riesige Feuerwerke veranstalten oder in Frankreich große Militärparaden abgehalten werden, gibt es in Deutschland bisher noch keine Tradition, die dem Anlass gerecht wird und die Massen mobilisiert. Die CDU in Ludwigsburg bietet seit mehreren Jahren einen festlichen Dank-Gottesdienst, veranstaltet durch den Evangelischen Arbeitskreis, mit anschließendem Festakt der Kreis-CDU. Und diese Kombination hat Potenzial für einen Feiertagsritus.

 

Es schien, dass sich der Herrgott auch an diesem besonderen Tag freute, denn die Sonne strahlte vom hellblauen Himmel als zahlreiche Besucher zum Gottesdienst in die Friedenskirche Ludwigsburg strömten. Bereits das Orgelvorspiel ließ Großes erahnen. Der exzellente Organist Thomas Fritz schaffte es, dass die Orgelpfeifen wie festliche Posaunen klangen, die wichtiges zu verkünden hatten. Der EAK-Vorsitzende Albrecht Fischer begrüßte die Besucher herzlich und gab den Tenor der Veranstaltung vor: Dank für Gottes schützende Hand über den revolutionären Veränderungen, die 30 Jahre zuvor zum Mauerfall geführt haben. Und so ging es dann auch weiter. Bei einer gemeinsamen Lesung des Psalms 136 wurde insgesamt 23 Mal in den Raum gestellt, dass Gottes Güte ewig währt, ein starkes Bekenntnis, das mit zwei bekannten Dankliedern an Gott abgerundet wurde.

 

Pfarrer Dr. Friedemann Kuttler aus Großbottwar rief in seiner Predigt über eine Stelle aus dem Timotheus Brief (2. Tim. 1, 7 – 10, „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“) dazu auf, sich möglichen Ängsten zu stellen und sie bei Gott abzuladen. Kuttler verglich die aktuelle Situation in dem immer unübersichtlicher werdenden Weltgeschehen mit den Ängsten in der Kinderzeit, für die man auch einen entsprechenden Zufluchtsort bei den Eltern gefunden habe. Heute sei dieser sichere Ort die Begegnung mit Gott und das Erleben seiner Güte und seines Trostes. Mit bewegenden Worten und originellen Bildern schilderte Pfarrer Kuttler das große Potenzial der Kraft des Heiligen Geistes und der Liebe Gottes. Die Bibel sei voll von Aufforderungen, sich ja nicht zu fürchten. Stattdessen sei es unsere Aufgabe, die gewonnene Lebens-Sicherheit an andere Menschen weiterzugeben und auf das große Potential des Lebens mit Gott ohne Scham hinzuweisen.

 

Nach einer Schriftlesung, mehreren Gebeten, einer Sammlung für verfolgte Christen und einem Schlusssegen, konnte der EAK-Vorsitzende Albrecht Fischer die Gottesdienstbesucher mit einem Hinweis auf den folgenden Festakt entlassen. Auffallend viel Besucher verließen frisch gestärkt und gut gelaunt den festlichen Gottesdienst. Der anwesende Landes-EAK-Vorsitzende David Müller bedankte sich später schriftlich für “diesen schönen Gottesdienst und die klare Absage an Angst, Populismus und Untergangsstimmung.”

 

Für ihn und viele Gottesdienstbesucher war es ein würdiger Start in den Tag der deutschen Einheit 2019.

 

 

 

Jens Wätjen, Pressereferent des Evangelischen Arbeitskreises Ludwigsburg

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